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Die Geschichte des Ratbikes ist wohl so alt, wie die des Motorrades selbst. Der Begriff der "Ratte" ( engl. Rat )
kam im Zusammenhang mit Motorrädern zuerst in den USA auf. Amerikanische Landarbeiter hatten zwischen
den Jobs meist sehr lange Strecken zu bewältigen. Ewig pleite war man froh über eine x-mal zusammengeflickte
alte Harley. Behängt mit all Ihrem Hab und Gut zogen die Rats damals von Farm zu Farm.

So wie einst packen wir auch heute noch unsere Bikes. Da wird einfach alles irgendwo drangeschnallt.
Wie das Ratbike den Weg in die "alte Welt" fand, ist nicht bekannt. Aber in England wurde das Bike Kult und fand
auch seinen Weg nach Holland und Deutschland. In den anderen europäischen Ländern ist es kaum verbreitet.

Grundtenor ist nach wie vor, dass solche Bikes reine Fahrmaschinen sind. Sie fahren technisch meist am
Verschleißlimit, Reinigung und Pflege finden nicht statt. Farblich sind sie meist mattschwarz mit mehr oder
weniger viel Rost. Reparaturen sind i.d.R. Provisorien, Umbauten meist genauso verrückt gelöst.
Wo hört Schrott auf und wo beginnt Kult? Manche Ratten sind einfach über viele Jahrzehnte "gewachsen".
Bei neueren Modellen wird nachgeholfen. Neben der wenig veränderten unspektakulären ALLTAGSRATTE gibt es die abgestripten NAKED RATBIKES, die mit allem möglichen Müll vollgehängten DECORATED RATBIKES, eher militärisch anmutende SURVIVALRATBIKES und extrem umgebaute HARDCORE RATBIKES.

Durch die Kultbikes angeregt kommen allerdings seit ein paar Jahren auch immer mehr, modisch an- mutende, zum Teil für viel Geld erstellte, sogenannte EDELRATTEN auf den Plan. Diese haben mit dem ursprünglichen Ratbike allerdings kaum noch etwas gemeinsam.

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